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Die bunte Welt der Schuhmodelle

Verschiedene Schuhmodelle für Frauen
Nicht alleine die richtige Wahl aus dem Kleiderschrank, auch der passende Schuh entscheidet über einen gelungenen Auftritt oder modischen Fehlgriff.
Für alle Tätigkeiten, jeden Anlass und jedes Wetter gibt es den passenden Begleiter am Fuß.
Wie bei der Bekleidung sind aktuelle oder ausgefallene Formen und Modefarben bei Schuhen im Trend. Es gibt unzählige Möglichkeiten, sie mit dem persönlichen Outfit zu kombinieren.

Der Begriff des „Schuhmodells“

Trotz unterschiedlicher Optik ist die „Konstruktion“ im Prinzip ähnlich. Schuhe bestehen aus zwei Elementen, dem Schaft und dem Boden.
Gewisse Merkmale im Erscheinungsbild oder in der Funktion definieren das „Schuhmodell“, einen bestimmten Typ von Schuh. Eigenheiten, in der Regel beim Oberteil – als Schuhschaft – bezeichnet, grenzen die einzelnen Modelle voneinander ab.
Die einfachen Kategorien Sandale, Halbschuh und Stiefel spiegeln die Auswahl unzureichend wider. Die Vielfalt der Schuhmodelle und ihre Varianten bilden eine eigene, bunte Welt. Zahlreich wie die Schuharten sind die Kriterien ihrer Unterscheidung.

Kleine Schuhgeschichte(n)

Der Mensch begann früh, seine Füße zu kleiden; schon Ötzi trug „Schuhe“. Felle und Häute, in heißen Regionen geflochtene Sandalen aus Bast und ähnlichen Materialien schützten und wärmten beim Laufen. In der Antike wurde der Schuh Statussymbol und zeigte den gesellschaftlichen Rang der Trägerin und des Trägers an. „Normales“ Volk ging barfuß.
Das Mittelalter brachte eine Blütezeit der Fußbekleidung, mit „modischen“ Stücken wie dem Schnabelschuh oder dem sogenannten Kuhmaulschuh.
Unsere heutige Auswahl geht auf wenige Grundmodelle zurück, die sich hauptsächlich im 19. Jahrhundert entwickelten. Erste Modejournale boten Anschauungs- und Vergleichsmaterial. Die industrielle Produktion ermöglichte eine ständig wachsende Vielfalt und machte die Schuhe günstiger als die handgefertigten. Zudem wurden die Röcke kürzer, die Schuhe waren erstmals gut zu sehen. Umso mehr Wert legten vor allem die Damen auf das Erscheinungsbild ihrer Füße.
An kulturhistorischen Kriterien festgemacht, gibt es neben der Sandale, dem Stiefel und dem Halbschuh noch Mokassin (oder die historische Sonderform „Opanke“) sowie Pantoffel.

Mittlerweile ist eine Einteilung in acht Modelltypen weit verbreitet:

  • Pumps, Schlupfschuhe mit Absatz für Damen
  • Oxford, das klassische Herrenschuhmodell zum Anzug
  • Sandale sowie in der eleganteren Damenversion die Sandalette
  • Stiefel und Stiefelette, mit unterschiedlicher Schafthöhe
  • Mokassin, ein flacher Schlupfschuh ohne Absatz
  • Loafer, ein Halbschuh mit Absatz
  • Schnallenschuh, vor allem für Damen, aber auch im Herrenbereich
  • Clogs, Pantoffeln für Damen und Herren, in der Regel mit Holzsohle

… und viele Varianten beziehungsweise Untergruppen davon.

Weitere Kriterien zur Unterscheidung

Einer der Aspekte ist das Vorhandensein und die Art eines Verschlusses.
Pumps, Loafer und Mokassins sind im Gegensatz zu Schnür-und Schnallenvarianten Schlupfschuhe. Seltener wird über Absatz und Sohle, dem „Schuhboden“, differenziert. Ein Loafer hat einen Absatz, ein Mokassin nicht. Nach der Schafthöhe unterscheiden sich Schuhmodelle ebenfalls. So gibt es Oxfordhalbschuhe und Oxfordstiefel. Das verwendete Material und die Form definieren Modelle wie Gummischuhe, Gummistiefel oder Holzclogs. Charakteristische Espadrilles sind aus Stoff mit einer Sohle aus Flachs oder Hanf.
Klare Kriterien gibt es zur Funktion und zum Zweck. Bei Hausschuh, Tanzschuh oder Wanderschuh ist der Name Programm. Schwieriger wird es mit den sogenannten Sportschuhen. Neben den „Spezialisten“ wie Fußball- und Skischuhen haben Sneakers und ähnliche Modelle mittlerweile in die Alltagsmode Einzug gehalten. Sie ergänzen nicht alleine das Sportoutfit.

Die beliebtesten Modelle für Frauen

An erster Stelle steht der Pumps als echter Klassiker der Damenmode. Mit hohem oder niedrigem Absatz ist er zu Rock sowie einer Hose tragbar und enorm vielseitig. Eine Variante ist der sogenannte Peeptoe mit einer kleinen Öffnung in der Schuhspitze – die Zehen sind zu sehen.
Der Ballerina, vor allem in der warmen Jahreszeit beliebt, ist ein flacher Schlupfschuh. Bequem, gut zu kombinieren und zu Kleid oder kürzerer Hose eine gute Wahl.
Zur Sommergarderobe oder für den Abendauftritt gut geeignet: die Sandalette in vielerlei Varianten. Die Palette ist breit: Edel mit Schmuckriemchen und hohem, dünnen Absatz oder sportiver als Keilvariante.
Bei kühleren Temperaturen kommt die Stiefelette zum Einsatz, hier findet sich eine riesige Auswahl für jeden Geschmack und jeden Stil; geschnürt, geknöpft oder mit Reißverschluss.
Der große Bruder der Stiefelette, der Stiefel bietet ebenfalls eine immense Modellvielfalt. Rustikal und sportlich oder elegant und sexy – der Stiefel spielt viele Rollen.
Im Schuhschrank dürfen ein Paar High Heels oder Stilettos nicht fehlen. Sie sind nicht für den täglichen Gebrauch geeignet, jedoch bei besonderen Anlässen im Erscheinungsbild unschlagbar. Der Gang und das Auftreten verändern sich mit ihnen sofort.

Die beliebtesten Modelle für Männer

Schuhmodelle für Herren
Der Oxford, ein geschnürter Halbschuh, gilt als elegantester Herrenschuh und als der beste Begleiter des Anzuges. Die Schnürung ist „geschlossen“. Dieser Ausdruck bezieht sich auf den Schaftschnitt; von der Lasche bleibt einzig der obere Rand sichtbar.
Ähnlich im Stil ist der Derby, ebenfalls ein klassischer Herrenschuh, allerdings sportlicher und mit „offener“ Schnürung.
Im Sommer tragen die „Herren der Schöpfung“ ebenfalls Sandalen, die es für sie in großer Auswahl gibt.
Herrenstiefeletten werden häufig „Boots“ genannt. In diversen Ausführungen trägt Man(n) sie zu Jeans oder Stoffhose.
Bequeme Schlupfschuhe wie Loafers oder Mokassins haben nahezu alle Männer im Schrank und nutzen sie zu vielen Anlässen.
Extravagante Schnallenschuhe wie den „Monkstrap“ gibt es auch im Herrenbereich.
Unisex-Modelle, das heißt gleichermaßen von Damen und Herren tragbar, sind Sneakers (auf Deutsch „Schleicher“), der englische Sammelbegriff für Sportschuhe. Als salonfähiger Modebegleiter gehören sie mittlerweile zu vielen Outfits. Ebenfalls von Männern und Frauen zur Sommerkleidung im Freizeitbereich geschätzt, sind Flip-Flops – ein Synonym für Pantoletten mit Zehentrenner.

Wer die Wahl hat…

Die Schuhauswahl ist größer denn je. Unzählige Typen sind auf dem Markt und in jeder Saison kommen weitere hinzu. Zum Teil werden kleine, veränderte Details mit neuen, wohlklingenden Namen versehen. Herrenschuhe sind heute nicht zwingend aus schwarzem oder braunem Leder. Modemutige Männer finden genügend Modell- und Farbvarianten, um ihren Stil zu verändern oder zu unterstreichen.
Die Vielfalt im Damenschuhbereich ist ohnehin beinahe grenzenlos. Strikte Modediktate haben ausgedient. Frau darf kombinieren, wie es ihr gefällt. Bequemlichkeit und Chic sind keine Gegensätze mehr. Frauen wie Männer greifen in ihrem anstrengendem Businessalltag auf komfortable und gleichzeitig modische Schuhe zurück.
Der Übergang zwischen den einzelnen Schuhtypen ist fließend und verändert sich mit der Mode laufend. Die Modelle überschneiden sich zudem in ihren Merkmalen. Sportschuhe sind ein Beispiel für diese Entwicklung. Ursprünglich für den Freizeitbereich konzipiert, nutzen selbst „Anzugträger“ Sneakers als modische Schuhalternative.
Klassiker wie elegante Pumps für Damen und Oxfordschuhe für Herren sind zeitlos und eignen sich immer. Darüber hinaus sind der Modefantasie und Modellvielfalt keine Grenzen gesetzt.



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